"Labyrinthe - Die Welt als Rätsel"
Phantastische Rätselbilder in altem Wasserschloss




Roman Hocke machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Künstler des Phantastischen durch ihr Gespür für das Wunderbare, durch ihr „Schöpfen aus den Innenwelten“ und durch das „Hinabsteigen in das unergründliche Höhlensystem ihrer Vorstellungswelt“ unsere „etwas armselige Vorstellung von einer durch und durch erklärbaren Welt“ erweitern und damit unsere Welt ein Stückweit wiederverzaubern. Phantastische Kunst suche, erklärte Hocke, „nach der Wirklichkeit hinter dem, was wir mit Realität bezeichnen“. So bringe sie insbesondere Rätselbilder hervor, die man „buchstäblich lesen“ müsse, und die man nicht in der Art konsumieren könne, „wie die Massen von Bildern, die unsere Gesellschaft täglich produziert“. Dabei aber verschließe sich diese Kunstrichtung nicht vor den Menschen: „Phantastische Kunst hält nichts von dem heute recht gängigen Vorurteil mancher Kritiker, wonach ‚Kunst, die gefällt, eben keine Kunst ist’“. Vielmehr sei die Schönheit die Sache der phantastischen Kunst: auch im Schrecklichen und Hässlichen.



Ein Großteil der Künstler war zur Vernissage und Gründungsfeier der Labyrinthe-Gesellschaft ins Honhardter Schloss angereist. Von links: Peter Gric, Ludwig Angerer d. Ältere, Fritz Hörauf, Otfried Culmann, Roman Hocke, Michael Maschka, Heike Jahnz (Labyrinthe-Gesellschaft), Ernst Steiner

Labyrinthe – Gesellschaft für phantastische und visionäre Künste e.V. Heike Jahnz, Kämpelgasse 2, 86720 Nördlingen, Telefon und Fax 0049-(0)9081-88969, E-Mail: HeikeJahnz@hotmail.com